Wie arbeitet ein Online Casino?

Themen wie die Auszahlungsquote, oder auch die Casino Software haben wir auf casino.com.de bereits behandelt. Aber immer aus der Sicht der Spieler. Es ist aber auch interessant zu sehen, was das Ganze für den Betreiber, das Online Casino, bedeutet. Denn wenn man versteht, wie ein Online Casino arbeitet und wie es Geld verdient, dann wird einem wahrscheinlich auch klarer, worauf man selber achten sollte.

Die Betreiber von Online Casinos sind nämlich keine Menschen, die aus reiner Nächstenliebe agieren. Es geht hier ums Geschäft. Und ein gut laufendes Online Casino ist für den Betreiber ein gutes Geschäft. Denn das Haus gewinnt immer. Das bedeutet aber nicht, dass der Spieler immer verliert – aber er braucht, im Gegensatz zum Casino, Glück um Geld zu machen. Ein Online Casino ist also nur für den Spieler ein Glücksspiel, für den Betreiber nicht.

Wie funktioniert so ein Online Casino?

Ein Online Casino fusst auf mehreren technischen Anwendungen, die es dem Spieler ermöglichen stressfrei zu spielen und sich dabei zu unterhalten. Damit ein Online Casino läuft braucht es einmal die Spiele, diese werden in der Regel von einer der großen Software-Firmen (NetEnt, Microgaming, Playtech, usw.) gestellt. Das erkennen auch die meisten Spieler, das macht das Casino aus. Aber eine Casino Software muss noch mehr Funktionen erfüllen.

Sie muss Ein- und Auszahlungen abwickeln können. Dazu braucht es eine entsprechende Software, die auch Themen wie Verschlüsselung und Datensicherheit benötigt. Diese Software dient als Schlüssel zwischen Online Casino und den diversen online Zahlungsmethoden. Dann muss das Casino natürlich auch die Kundendaten verwalten, jeden Kunden „erkennen“ und sein Geld seinem Konto zuordnen und ähnliches mehr. All diese Lösungen kann man von der Stange kaufen, aber viele Casinos haben auch eigene Wege entwickelt.

Jetzt kann der Spieler ein Konto anlegen, Geld ein- und auch auszahlen und spielen. Das war es aber noch lange nicht. Denn nun kommen die Bereiche, die ein Casino erst erfolgreich machen: ein Kundendienst-Team, das mit den Spielern kommuniziert, das Marketing, das die Kunden ins Casino bringt und der technische Support, der bei Problemen dafür sorgt, dass alles einwandfrei läuft. Bei großen Casinos spielen oft hunderttausende Spieler parallel – da ist auch das Thema Server etc. wichtig. Das sind auch die Bereiche, die das Casino viel Geld kosten: Marketing-Experten, Security Techniker und IT und auch der Kundendienst wollen schließlich bezahlt werden. Und auch die, hoffentlich gelungenen, Werbeaktionen kosten das Casino Geld.

 

 

Wie verdient das Casino Geld?

Deshalb ist es wichtig, dass dieses Geld auch verdient wird. Dafür ist die Auszahlungsquote verantwortlich. Denn die Differenz zwischen einbezahltem und ausbezahltem Geld ist nicht, wie oft fälschlicherweise gesagt wird, der Gewinn, sondern die Einnahmen des Online Casinos. Diese Marge muss hoch genug sein, um alle anderen Kosten decken zu können.

Dabei ist die Quote aber oft erstaunlich hoch. Slots mit 98 Prozent Auszahlungsquote sind heute oft anzutreffen und die Automaten und Spiele die richtig schlechte Quoten haben, verschwinden zusehends vom Markt. Da kommt nun ein wichtiger Faktor zu tragen: die häufige Wiederholung. 2 Prozent pro Einsatz statistisch zu verlieren, ist nicht viel. Aber wenn man sehr oft spielt, dann summieren sich diese Einsätze und so verdient ein Online Casino recht viel an den Spielern. Genug um via Aktionen auch wieder viel Geld direkt an die Spieler auszuschütten.

Ruiniert ein Millionen-Jackpot ein Casino?

Es mag auf den ersten Blick komisch wirken, dass sich die Online Casinos freuen, wenn ein Spieler Millionen bei einem Jackpot gewonnen hat. Immerhin kann so ein Gewinn das Vielfache des Jahresgewinns eines kleineren Online Casinos ausmachen. Aber die Freude ist ehrlich gemeint. Denn ein derartiger Gewinn bedeutet für das Casino einen richtigen Marketing-Coup. Und kostet es praktisch nichts. Denn die Gewinnsumme in progressiven Jackpots stammt zum Großteil von den Spielern selber: und das „Startkapital“ auf das der Jackpot nach dem Gewinn fällt, wird von den Casinos nach fix vorgegebenen Schlüsseln aufgefüllt und fällt für jedes Casino ohnehin an.

Wer steckt hinter den Spielen?

Hinter den meisten Casino Spielen stecken Software Firmen, die diese entwickelt haben. Dabei gibt es mehrere große Namen, aber auch kleinere Nischen-Firmen, die sich spezialisiert haben: zum Beispiel Evolution Gaming für Live Dealer Casinos. Nur wenige Online Casinos haben eine komplett eigenständige Software. Die meisten bieten die Spiele von einem Anbieter an, immer mehr haben auch einen Mix von Spielen verschiedenster Anbieter. Gerade dieser Mix kann ein Online Casino einzigartig machen.

Das zentrale Element jeder Casino Software ist der Random Number Generator: der Zufallsgenerator, der dafür sorgt, dass die Spiele fair und eben rein auf Zufall basieren. Über die technischen Details schweigen sich hier die Casino Software Entwickler aus – immerhin handelt es sich um das Herzstück ihrer Software.

Wer garantiert die Einhaltung der Regeln?

Wie wir bereits Anfangs erklärt haben, ist ein Online Casino für die Betreiber kein Glücksspiel, weil die Wahrscheinlichkeit dafür sorgt, dass sie, dank Hausvorteil, definitiv Geld verdienen werden. Wie viel hängt von der Anzahl der Spieler und der Einsätze ab. Aber man könnte ja trotzdem am Zufallsgenerator drehen um die Gewinne weiter zu erhöhen. Das das nicht passiert gibt es unabhängige Prüfstellen, die über Millionen von erfolgten Würfel-Würfen, ausgeteilter Karten und gedrehter Zahlen kontrollieren, ob die Verteilung passt. Viele Casinos veröffentlichen bspw. Ihre Permanenzen um dieses Zahlenmaterial auch den informierten Spielern zukommen zu lassen und zu beweisen, dass das Spiel wirklich zufällig ist.

Staatliche Kontrolle

Und die Casinos müssen das auch gegenüber ihren Lizenzgebern nachweisen. Denn um ein Online Casino betreiben zu können braucht man eine Glücksspiellizenz. Diese vergeben nicht alle Länder – und so trifft man immer wieder auf die selben Staaten wie etwa Malta, Zypern und auch autonome Regionen wie Gibraltar oder die Isle of Man. Außerhalb der EU sind die Karibikinseln Curacao und Antigua sowie das Kahnawake Indianerreservat der Mohwaks in Kanada besonders bedeutsam. (Die Mohawks berufen sich auf den eigenen Status als Nation und bieten bereits seit 1996 ein Rechenzentrum als Ausgangspunkt für Online Glücksspiel an).

Jeder dieser Staaten oder Regionen hat dabei eigene gesetzliche Regelungen die die Casinos erfüllen müssen. Diese reichen von Lizenzgebühren, über Regelungen wie Kundengelder verwaltet werden müssen bis hin zu Kontrollen der Zufallsgeneratoren durch die Behörden (meist englisch „Gaming Comission“ genannt). In diesen Ländern befindet sich in der Regel auch der Gerichtsstand des Online Casinos – das bedeutet das Casino unterwirft sich der Gesetzgebung dieses Landes.